IEFSF 2017
Geschichtlicher Abriss zu den Begegnungen zwischen Alexandra und Eli
31.07.2017 - 16:15

Partiedatenbank in cbv zum download oder online nachspielen

aufgeschrieben von Elisabeth Pähtz

Insgesamt hat Alexandra eine Partie mehr gewonnen als Elisabeth. Bei insgesamt 37 Partien in der Datenbank ein sehr ausgeglichener Stand der Dinge. Beide Punkten mit Weiß besser, Alexandra hat mit Weiß + 2, Elisabeth hat mit Weiß + 1.
Den größten Vorteil hat Alexandra jedoch im Schnellschach, wo sie 4 Partien mehr gewonnene als verloren hat. Im klassischen Schach wiederum führt Elisabeth mit + 2 und im Blitzschach mit +1.



Alexandra Kosteniuk und mich verbindet eine lange Freundschaft, die in den nächsten Tagen beim Erfurter Schachfestival in ihre nächste Runde gehen wird. Es hat mich sehr gefreut, dass Alexandra zu dieser mir wichtigen Veranstaltung zugesagt hat. Denn damit hat nicht nur dieses Festival einen weiteren Höhepunkt, sondern Alexandra und ich feiern auch ein kleines Jubiläum. Aber eins nach dem anderen. Unser erstes Aufeinander treffen liegt bereits lange zurück. 1994 in Herkulane, Rumänien bei der Jugend-EM U10 spielten wir unsere erste Schachpartie. Diese Partie konnte ich gewinnen, was Alexandra, die sich immer auch schon durch ihr starkes Nervenkostüm auszeichnete, nicht davon abhielt den Europameistertitel zu holen. Leider war das für sie kein Grund unsere anderen Begegnungen auch zu verlieren um anschließend das jeweilige Turnier zu gewinnen...
Bereits während der Jugend-EM 1994 wurde Alexandras Vater auf mich aufmerksam und schlug meinen Vater am letzten Tag des Turniers vor einen Wettkampf zwischen uns zu veranstalten. Sicherlich eine gute Idee, auch wenn die Zeit noch nicht reif dafür war, verblieben wir nach dem Motto: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
2002, bei den berühmten Mainzer Schnellschachturnieren, war es dann so weit. Alexandra und ich spielten ein Match über 8 Schnellschachpartien. An die Anreise zu dem Mainzer Wettkampf kann ich mich noch sehr gut erinnern. Es war der Sommer der verheerenden Fluten in und um Dresden und ich musste über Polen die Flut umgehen um nach 22 Stunden Reise rechtzeitig in Mainz zu erscheinen. Das Match ging nach spannenden Verlauf 4:4 aus. Aber es musste natürlich eine Siegerin geben, also spielten wir einen Tie-Break den Alexandra mit 2:1 für sich entscheiden konnte.



15 Jahre ist das Ganze her und damit stellt unser Match in Erfurt ein tolles Jubiläum dar. In diesen 15 Jahren trafen wir, Alexandra war zwischendurch sogar Frauenweltmeisterin, bei verschiedenen Events immer wieder aufeinander. Meistens im Schnell und Blitzschach in jüngster Zeit aber auch im klassischen Schach. Bei allen Disziplinen ging es wild hin und her, um ganz ehrlich zu sein, habe ich nie nachgerechnet, wer die Nase vorne hat.
Nun geht es also darum nicht nur das Erfurter Schachfestival mit diesem Match eine weitere schöne Note zu geben, sondern auch eine langjährige Freundschaft und Rivalität zu feiern. Wir spielen 2 klassische Partien, 4 Partien im Schnellschach und 8 im Blitzschach. Ich denke die Zuschauer können sich auf Kampfschach und viel Spaß am Schach freuen.

Es ist schon beeindruckend, wie man manche Person seit seinen jungen Kindertagen kennt und sich immer sicher sein kann, dass diejenige immer da ist und sein wird. Alexandra ist so eine Person. Uns verbindet ein gemeinsamer Weg, der Weg als Schachprofi, umso mehr freue ich mich nicht nur sie, sondern ihre Familie in meiner Heimatstadt Erfurt begrüßen zu dürfen.



Top 12F - Victoire de Mulhouse sur Clichy


Gesamtstatistik



Pähtz – Kosteniuk

+12 =12 -13

Pähtz Weiß:

Pähtz – Kosteniuk

+6 =8 -5

Kosteniuk Weiß:

Kostenuik – Pähtz

+8 =4 -6

Schnellschach:

Pähtz – Kosteniuk

+5 =4 -9

Blitzschach:

Pähtz -Kosteniuk

+4 =3 -3

klassiches Schach

Pähtz – Kosteniuk

+3 =5 -1


Klaus Steffan


gedruckt am 18.11.2017 - 10:20
http://www.frauenschachfestival-erfurt.de/include.php?path=content&contentid=198