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Dienstag, 22. August 2017
IEFSF 2017 » Spannender Abschluss des Erfurter Frauenschachfestivals 2017
IEFSF 2017


07.08.2017 - 11:57 von Jonathan Carlstedt


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v.l. Marta Michna Platz 2, Elisabeth Pähtz - Deutsche Meisterin und Judith Fuchs Platz 3

zu ChessResults mit allen Ergebnissen und Endtabellen der Meisterschaft.
Bilder zur Meisterschaft und Siegerehrung sind in diesem Link zu sehen.

Das hatte wohl kaum einer erwartet. Die bisher so souverän auftretende Elisabeth Pähtz geriet am zweiten und letzten Tag der Deutschen Frauen Blitzmeisterschaft unter Druck. Bereits ihre 1. Partie am Sonntag, die 26. Runde insgesamt, konnte sie nicht gewinnen. Gegen Judith Fuchs begann für Elisabeth das, was man mit Fug und Recht als harten Arbeitstag bezeichnen kann. Doch der Start mit einer 0 sollte nicht das letzte Problem für die Deutsche Nummer 1 und Deutsche Schnellschachmeisterin gewesen sein, denn auch in den darauf folgenden Runden konnte sie die selbst gesteckten Ziel bezüglich Punkteausbeute nicht erreichen, während Marta und vor allem Judith einen beinah perfekten Start aufs Brett zauberten. Bald war die Situation so spannend wie man es sich nur träumen kann. Judith, Marta und Elisabeth pflügten punktgleich durch das Feld und lieferten sich ein spannendes Dreier-Fernduell. Der Vergleich zur Tour de France bietet sich hier an, denn die drei Ausreißen wurden von einem ebenfalls 3 Spielerinnen umfassenden Verfolgerfeld gejagt. In diesem Verfolgerfeld befand sich mit Ann-Marie Mütsch die große Überraschung des Turniers. Nach ihrem Start mit 20 aus 25 Punkten schaffte sie es auch am zweiten Tag die Konzentration hoch zu halten und mit der Deutschen Spitze mitzuhalten. Sarah Hoolt versuchte ebenfalls irgendwie Anschluss an die Spitze zu halten, musste aber aufgrund einer schwachen Phase in der Mitte der zweiten Hälfte abreißen lassen. Filiz Osmanodja gab alles im Kampf um die Preisgelder ein Wörtchen mitzureden, realistische Chancen um den ersten Platz mitzuspielen, waren nur ihren größten Fans noch sichtbar..
Der Rest des Feldes, das Peleton, war bereits abgeschlagen und konnte das Turnier nur noch durch Überraschungen beeinflussen.
Aus der Spitzengruppe musste sich zuerst Judith Fuchs verabschieden. Nach einer Niederlage gegen Manuela Mader, schaffte sie es nicht mehr in die Spur zu kommen „ Ich muss langsam mal wieder vernünftiges Schach spielen“, sagte Judith nach der zweiten Niederlage in Folge prophetisch. Doch sie schaffte es nicht mehr zurück in den nötigen „Flow“ zu finden. Trotzdem reichte es am Ende für einen starken 3.Platz.
Ann-Marie hielt das hohe Tempo bis zum Ende durch und hätte fast sogar noch Judith abgefangen. Die Szene-Kenner haben die junge Eppingerin schon lange auf dem Zettel, nun weiß es ganz Schach-Deutschland. Hier wächst ein starkes und vor allem schnelles Talent heran.
Den letzten Preisgeldplatz belegte am Ende Sarah Hoolt. Der fünfte Platz ist sicherlich nicht das was sich Sarah zu Beginn, des Turniers vorgestellt hatte. Doch nach einer anstrengenden Woche, kann man nach 50 Runden Blitzschach nicht mehr seine volle Leistung abrufen. Trotzdem ist der fünfte Platz bei einer solchen Meisterschaft ein starkes Ergebnis.
Damit kommt Filiz Osmanodja auf dem 6.Platz ein, aber nicht ohne noch mal im Titelrennen ein Wörtchen mitzureden. Denn Marta und Elisabeth marschierten, nachdem Judith das Tempo nicht mitgehen konnte, Seit an Seit von Runde zu Runde. Beide hatten noch gegen Filiz zu spielen. Während Elisabeth Filiz schlagen konnte, musste Marta in ein Remis einwilligen. Damit geht der Glückwunsch zum Turniersieg an die neue und alte Deutsche Blitzmeisterin Elisabeth Pähtz! Aber auch Martas 2.Platz ist aller Ehren wert, wir haben eine würdige Vizemeisterin gekürt.
50 Partien Blitzschach sind eine lange Distanz, aber Kondition ist inzwischen Teil unseres Sports wie das Wissen über Eröffnungen und die nötigen taktischen Fähigkeiten. Eine großartige Meisterschaft, mit viel Aufregung und Spannung!
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IEFSF 2017 » Anastasia Erofeev gewinnt Mädchen Grand Prix
IEFSF 2017


06.08.2017 - 16:57 von Jonathan Carlstedt


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Beim Mädchen Grand Prix fiel die Entscheidung, ähnlich wie bei der Deutschen Blitz Einzelmeisterschaft der Frauen, in der letzten Runde. Anastasia Erofeev kam in der 4. Runden, Sonntag morgen, nicht über einen halben Punkt hinaus. Zwar ging sie damit trotzdem mit 3,5 Punkten als alleinige Erste in die letzte Runde, doch es gab eine ganze Reihe Spielerinnen mit 3 Punkten. Darunter Elisa Reuter, die Anastasia den halben Punkt abnahm. Elisa spielte in diesem Sommer viel Schach, mit großen Erfolg. Beim Lüneburger VMCG-Schachfestival lehrte sie den Gegnern das Fürchten und auch in Erfurt beweist sie, was für eine starke Schachspielerin sie ist. Auf ebenfalls 3 Punkte vor der letzten Runde kam Andrea-Alexandra Roncea, die vor Ort von ihrem Vater betreut wurde. Elyse Habersetzer und Ekaterina Alferova hatten ebenfalls noch die Chance mit einem Sieg gegen ihre Gegnerinnen auf 4 Punkte zu kommen und Anastasia unter Druck zu setzen. Die Aufgabe in der letzten Runde für eine Überraschung zu sorgen fiel Alexandra Mundt zu, die auch auf eine Ausbeute von 3 Punkten aus 4 Partien kam und nun in der letzten Runde gegen Anastasia gelost wurde. Alexandra nahm die Aufgabe an und konterte Anastasias Damengambit mit dem berühmt berüchtigten Albins Gegengambit. Das hat zwar einen zweifelhaften Ruf, kommt aber für eine „Must-Win-Situation“ wie diese durchaus in Frage. Doch Anastasie behielt die Nerven und vor allem den durch das Gambit gewonnen Bauer. Als auch der letzte Rest Kompensation vom Brett verschwand spielte Anastasie die Partie nach Hause und gewann das Finale des Mädchen Grand Prix 2017 in Erfurt, herzlichen Glückwunsch. Ein großes Lob geht auch an Alexandra, die ohne Angst kompromisslos nach vorne spielte und versuchte Anastasia vom Thron zu stoßen. Anastasia gewann sogar mit einem vollen Punkt Vorsprung ins Ziel, da alle ihre Verfolgerinnen die Punkte teilten.
Auf den Plätzen 2 und 3 kamen nach langem Kampf Elisa und Elyse ein, punktgleich mit Larissa, Ekaterina und Andrea-Alexandra. Ein Lob geht ebenfalls an alle anderen Teilnehmerinnen, die tolles Schach gezeigt haben, viel gelernt haben und hoffentlich dieses Turnier in Erfurt in bester Erinnerung behalten.

Der Schachförderverein Region Erfurt bedankt sich bei der Deutschen Schachjugend. Nicht nur für die Vergabe der Ausrichtung in die Thüringer Landeshauptstadt, sondern auch für das ins Leben rufen einer wichtigen neuen Komponente im Bereich Mädchenschach und deren Förderung.

zu ChessResults mit allen Ergebnissen und Endtabellen der Meisterschaft. Die Partien Runde 4 und 5 folgen noch.
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IEFSF 2017 » Elisabeth führt auch bei der Deutschen Blitzmeisterschaft!
IEFSF 2017


05.08.2017 - 20:39 von Jonathan Carlstedt


Hier die Liveergebnisseite zur Blitzschachmeisterschaft auf ChessResults.

Mit dem Mädchen Grand Prix hat die deutsche Schachjugend eine tolles Format geschaffen, um talentierte Mädchen ans Brett zu bringen und ihnen zu zeigen, wie Schach in hochwertiger Atmosphäre funktionieren kann. In seiner Eröffnungsrede bedankte sich Thomas Pähtz bei der Deutschen Schachjugend, vertreten durch Jörg Schulz und Hanna-Marie Klek, für die Vergabe des Turniers nach Erfurt zum Erfurter Frauenschachfestivals. Der Dank der DSJ an die Organisatoren des Erfurter Frauenschachfestivals in Form der Rede von Jörg Schulz, war ebenso groß. Eine gute Kooperation die so oder in ähnlicher Form hoffentlich viele Nachahmer finden wird.
Die Mädchen legten um 10 Uhr dann richtig los, mit einer Bedenkzeit von 60 Minuten für die gesamte Partie + 30 Sekunden pro Zug blieb allen die Gelegenheit sich ausreichend Gedanken über den nächsten Zug zu machen. Davon machten die Mädchen Gebrauch und spielten tolle Partien.
Als Favoritin ins Turnier ging Anastasia Erofeev, die nach dem ersten Tag und 3 Runden die einzige Spielerin ist, die alle Partien gewinnen konnte. Mit einem überzeugenden Sieg in der letzten Runde festigte sie ihre Spitzenposition und geht auch in den 2. Tag als wahrscheinlichste Kandidatin auf den Titel. An Brett 2 in der letzten Runde hätten Larissa Ziegenfuß und Elisa Reuter die Gelegenheit gehabt sich der Spitze und dem geteilten ersten Platz anzuschließen. Doch nachdem Larissa kurz vor Ende der Partie den Weg zum Sieg verpasste, war die Punkteteilung das gerechte Ergebnis. Morgen geht es für die 22 Nachwuchs-Spielerinnen in den zweiten Tag mit 2 weiteren Runden, wir freuen uns auf Kampfschach und viel Spaß beim Lernen aus den anschließenden Analysen.
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Gruppenfoto aller Teilnehmerinnen mit dem Vorsitzenden der Schachstiftung Dr. Gerhard Köhler

Die Frage, die sich bei der Deutschen Blitzmeisterschaft stellt ist, ob es Elisabeth Pähtz gelingen wird den Hattrick zu vollenden, indem sie nach der Deutschen Schnellschachmeisterschaft und dem Match gegen Alexandra Kosteniuk nun auch die Blitzmeisterschaft für sich entscheidet. Nach dem ersten Tag, mit 25 gespielten Runden sieht es recht gut aus. Denn Elisabeth führt mit starken 23 Punkten aus den bereits gespielten Partien. So musste sie nur 2 Niederlagen hinnehmen. Die eine gegen ihre langjährige Kollegin in der Deutschen Nationalmannschaft Marta Michna und die andere gegen die talentierte Ann-Marie Mütsch, hier wurde sie jedoch nicht überspielt, sondern machte einen unerlaubten Zug, der zur sofortigen Beendigung der Partie führte.
Dicht gefolgt wird Elisabeth von Marta, die bei 21,5 Punkten steht und mit einem Auge auf den Turniersieg guckt, während sie versucht ihre Verfolger auf Distanz zu halten. Der Sieg gegen Elisabeth war wichtig, jedoch hat sie gegen die anderen Spielerinnen zu viele Punkte abgegeben. Das Gespann auf Platz 3 und 4 bilden die beiden Zimmerkolleginnen Sarah Hoolt und Judith Fuchs, beide mit 20,5 Punkten. Die einzige weitere Spielerin die auf 20 oder mehr Punkte kommt ist die schon erwähnte Ann-Marie Mütsch mit sehr starken 20 Punkten auf Platz 5. Bisher konnte sie in diesem starken Feld sehr gut mithalten und wir wünschen ihr, dass sie das Tempo und die Energie auch in den zweiten Tag mitnehmen kann. Filiz Osmanodja findet man auf dem 6. Platz mit 19 Punkten. Man sollte sich von ihrer niedrigen Blitzelo nicht täuschen lassen. Filiz ist schnell, wenn es drauf ankommt und kann jeder Spielerin im Turnier gefährlich werden. Hinter Filiz klafft eine große Lücke zur nächsten Spielerin. Unter den ersten 6 Spielerinnen wird aller Voraussicht nach der Titel vergeben, auch wenn die anderen Spielerinnen im Feld jeder der Top-Platzierten noch ein Bein stellen kann.
Wir freuen uns auf einen weiteren Tag mit vielen tollen Partien und dem krönenden Abschluss des 2. Erfurter Frauenschachfestivals.

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IEFSF 2017 » Deutsche Blitzmeisterschaft der Frauen hat begonnen...
IEFSF 2017


05.08.2017 - 14:18 von Klaus Steffan


Pünktlich 14 Uhr haben sich 26 Teilnehmer zu den Meisterschaften im Blitzschach in der 17. Etage des Radisson Blu Erfurt eingefunden. Gespielt werden heute 25 Partien / Rundenmodus Jeder gegen Jeden. Morgen sind ebenfalls 25 Partien (Rückrunde) angesagt.

Hier die Ergebnisseite auf ChessResults.
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IEFSF 2017 » Jung trifft Jung-Geblieben
IEFSF 2017


05.08.2017 - 09:38 von Klaus Steffan


Mädchen Grand Prix und Deutsche Blitzmeisterschaft der Frauen – 2 Highlights zum Abschluss des 2. Erfurter Frauenschachfestivals.

Am letzten Wochenende des Erfurter Frauenschachfestivals finden 2 Veranstaltungen im Radisson Blu Hotel Erfurt statt. Zum Einen startet die Deutsche Blitzmeisterschaft der Frauen 2017 mit den Stars der Deutschen Frauenschachszene. Zum Anderen beginnt ein sehr wichtiges Turnier zur Förderung des Nachwuchses. Das Finale des Mädchen Grand Prix zieht aus Lüneburg, wo es 2016 über die Bühne ging, nach Erfurt. Hierzu mussten sich die 23 teilnehmenden Mädchen in Qualifikationsturnieren im Verlaufe des letzten Jahres ihre Teilnahmeberechtigung erspielen. Der Zeitmodus ist 60 Minuten für die gesamte Partie + 30 Sekunden pro Zug. Notation ist Pflicht, damit anschließend gemeinsam die Partien analysiert werden können. Das Finale des Mädchen Grand Prix wird DWZ ausgewertet. Während also die Spitzenspielerinnen ab 14 Uhr in den Blitzmodus über voraussichtlich 2 mal 25 Runden gehen werden. Behalten die Nachwuchstalente einen kühlen Kopf bei ausreichender Bedenkzeit.

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Thomas Pähtz, Hanne Marie Klek und Jörg Schulz eröffnen das Grand Prix Finale

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