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  Die Aufholjagd der Monika Socko
01.09.2014 von Klaus Steffan

von Axel Eger

Was für ein Finale. In der 9. Und letzten Runde des Großmeisterinnenturniers fegte die polnische Großmeisterin Monika Socko ihre Gegnerin Lilit Mkrtchian aus Armenien in nur zwei Stunden geradezu vom Brett und durfte sich als Siegerin des 1. Erfurter Frauenschachfestivals feiern lassen. Ihr Triumph stand angesichts der besten Wertung aller Teilnehmerinnen schon vorzeitig fest.
Socko gewann mit 6,5 Punkten aus neun Partien und einem halben Zähler Vorsprung, weil die topgesetzte Bela Khotenashvili aus Georgien gegen Tatjana Melamed nicht über ein Remis hinauskam und Zweite wurde, während die ambitionierte Chinesin Shen Yang gegen die junge Anastasia Bodnaruk (Russland) sogar noch verlor.
Sockos Sieg verdient umso mehr Respekt, da sie mit zwei Niederlagen gestartet war. Doch dann folgte eine fast unheimliche Serie von sechs Siegen bei nur einem Remis. Das nahm ihr die Erfurterin Elisabeth Pähtz ab, die ihrerseits auf dem geteilten dritten Platz landete, punktgleich mit Shen Yang und Lela Javakhisvili, von der sie sich gestern mit einem Remis getrennt hatte.
„Starke Leistung von Monika“, lobte Pähtz die Kollegin, „aber das ist auch typisch für sie. Niederlagen werfen sie nicht so schnell um. Und so hat sie öfter aus schon solchen Rückschlägen eher Kraft geschöpft, statt einzubrechen.“
Mit ihrer eigenen Leistung zeigte sich die Erfurterin zufrieden. Immerhin blieb sie als einzige aller Spielerinnen ungeschlagen. Doch für mehr – wie etwa die avisierte Männer-Großmeisternorm – fehlte ihr das letzte Quäntchen Kraft. „Wer solch ein Turnier gewinnen will, muss sich ausschließlich auf das Spiel konzentrieren“, sagte die 29-Jährige, die als Mitorganisatorin des Festivals auch während der Turniertage noch zahlreiche Dinge nebenher erledigte.
Das Juniorinnenturnier gewann die Norwegerin Monika Machlik – kurioserweise ebenfalls mit der Hypothek zweier Startniederlagen. Die Erfurterin Alina Zahn, die in der Schlussrunde trotz aussichtsreicher Stellung verlor, verpasste als Fünfte den Sprung unter die ersten drei.



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