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  Eine Hauptrolle für die Tochter des Bundestrainers
31.07.2014 von Klaus Steffan

Teilnehmerinnen des I. Internationalen Erfurter Frauenschachfestivals vorgestellt: Heute Teodora Rogozenco (Deutschland) und Shen Yang (China)

Also ob die Tochter des DSB-Bundestrainers beim 1. Internationalen Erfurter Frauenschachfestival [24. bis 31. August] tatsächlich eine Hauptrolle spielen wird – wer weiß das schon?! In jedem Fall ist Teodora Rogozenco mit gerade einmal 14 Jahren bei den Juniorinnen die jüngste Teilnehmerin. Vielleicht ist es da ja von Vorteil, dass ihre Mutter Ilena auch am Start ist und aktuell immerhin Platz 3 der Startliste in der Internationalen Offenen Deutschen Einzelmeisterschaft belegt. Teodora ist aber nicht die einzige Aktive mit mütterlicher Unterstützung, denn die erfährt auch Sarah Hund, deren Mutter Barbara ebenfalls bei der IODEM 2014 dabei ist.

Ganz sicherlich wird Vater Dorian zumindest aus der Ferne – er hat ja seine erste große Herausforderung als Coach bei der Schacholympiade in Trömso [1.-14. August] dann gerade hinter sich und hoffentlich mit dem sportlichen Erfolg, den er von seinem beiden Teams in Norwegen erwartet.

Mit 25 Jahren reist die chinesische Internationale Meisterin Shen Yang dagegen ohne mütterliche Betreuung“ nach Erfurt. In diesem Jahr hat sie ihr Betriebswirtschafts- und Management-Studium an der Tsinghua-Universität in Peking abgeschlossen. Da dürfte der zweifachen Mannschafts-Olympiasiegerin [2008 und 2010], deren Hobbies Yoga, Musik und Kino sind, bestimmt mehr Zeit für Schach bleiben. Und vielleicht kommt in Erfurt auch die ein oder andere Glanzpartie dazu, so wie die folgende bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft 2005 in Beer-Sheva /Israel, wo Shen Yang den russischen Großmeister Sergej Rublewski sensationell besiegte.

China durfte damals sowohl mit einem Frauen- und einem Männer-Team starten, was insofern keine glückliche Regelung war, weil die Chinesinnen nicht ihre besten Spielerinnen aufboten. Allerdings brachte der sensationelle Erfolg von Shen Yang gegen Rublewski – der Zeitschrift SCHACH war die Stellung nach 43...Tc6 das Diagramm auf dem Cover von Heft 12/2006 wert – die Russen in große Schwierigkeiten. In der Schlussrunde mussten sie nämlich mindestes 3,5:0,5 gegen die Männer des Reichs der Mitte gewinnen, um Weltmeister zu werden, was ihnen dann auf Bestellung auch gelang.

Dass Shen Yang, die mit ihrer bisher höchsten Elo-Zahl von 2468 [Juli bis Dezember 2006] auf Platz 19 der Frauen-Weltrangliste lag, beim Voting bisher nach der Siegerin bisher nur zwei Stimmen erhalten hat, dürfte die Juniorenweltmeisterin von 2006 keineswegs beunruhigen. Damals gewann sie im Jerewan vor der erst 12-jährigen und an Nummer 1 gesetzten Hou Yifan den Titel.

Es fehlen jetzt lediglich noch die Großmeisterin Ketewan Arachamia-Grant aus Schottland und My Linh Tran aus Deutschland.

Raymund Stolze


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